Kuba Juni 2012

Im Sommer 2012 unternahmen wir unsere fünfte Reise nach Kuba und hatten vor, diesmal ein wenig vom üblichen Plan abzuweichen. Bisher buchten wir immer für zwei Wochen ein Privatquartier in Havanna, um unsere Zeit dort zu verbringen: flirtend, saufend, mit Rum und Sonne im Herz. Das war die letzten vier mal gut, diesmal wollten wir ein wenig Schwung in die Bude bringen - sozusagen. Nachdem wir im Februar zurückgekommen waren und uns über einige Mißgeschicke und Gaunereien geärgert hatten, hielten wir gezielt Ausschau nach einem All Inklusive Angebot in Varadero. Der Plan war jetzt, eine Woche in Havanna zu verbringen und eine Woche in Varadero, um dort, wie wir das nennen, auszustinken.

Also: Eine Woche Party, Suff und Hurerei in Havanna, und eine Woche, um die alten Knochen wieder einzusammeln.

Im April fanden wir bei 1-2-Fly ein Angebot, das wir nicht ablehnen konnten: pro Nase all-inklusiv 1250, Varadero, Cuatro Palmas. Passt.

Der Flug führte uns frühmorgens von Wien (06:35) nach Düsseldorf (07:50), wo wir, ohne weitere Securitykontrollen zum Flug nach Varadero durchgeschleust wurden. Wir hoben pünktlich um 09:15 ab und landeten (Ortszeit) um 13:15 in Varadero. Airberlin wird zumindest für den Hinflug eine positive Bewertung von mir auf einem der vielen Flugberichte-Foren bekommen: Die Maschine (Ein Airbus A330-200) war innen funkelnagelneu eingerichtet, die neue Bestuhlung bietet auch langen Typen wie mir ausreichend Platz, und es gibt individuelle Entertainment-Systeme, wo man aus rund zehn Filmen, Radiosendern, Fluginformationen und sogar einen Spanischkurs auswählen kann. Das Personal war freundlich und unverbindlich, wie das auf solchen Flügen nun mal so ist. Das Essen war gut, das Team gut eingespielt … kein Grund zum Jammern.

Der Immigrataionsprozess lief erfreulich schnell ab, weil wir die einzige Maschine waren, die zu der Zeit in Varadero gelandet war, und nach einer Busfahrt mit dem Reisebegleiter waren wir gegen 15:00 im Cuatro Palmas, wo wir, wir wussten das schon vom letzten Mal, vor dem Problem standen, dass Check-In´s erst ab 16:00 möglich sind. Also parkten wir unsere Koffer in einem geschützten Bereich, zogen uns Badehosen an und gingen an den Strand, um mal das Meer zu begrüßen.

Da beratschlagten wir auch, wie wir die Reise nach Havanna organisieren sollten. Fest stand, dass wir mit dem Viazul Bus fahren wollten. Die Frage war nur, wann? Wir konnten gleich am nächsten Tag um 08:00 morgens fahren, aber das verwarfen wir wieder, nachdem wir erfahren hatten, dass es in Havanna in diesen Tagen immer wieder regnete. Wir beschlossen, am nächsten Tag gegen 17:00 mit einem Taxi nach Havanna zu fahren. Die Busfahrt hätte 10 CUC pro Nase gekostet und vom Busbahnhof in Nuevo Vedado noch einmal zwei mal fünf CUC für die Taxis zum Haus mit den Appartements in der Avenida de los Presidentes. Also alles in allem fünfzig Kracher. Wir fanden einen Taxifahrer, der uns mit seinem keuchenden, astmathischen Mercedes, in dem wir alle bequem Platz hatten, direkt zum Haus brachte - um 45 CUC.

Am Abend unserer Ankunft in Varadero erkundeten wir noch das Terrain, ohne mögliche Kontakte zu Kubaneren zu vertiefen. In vadadero gibt es auf der 1ra Avenida zwischen Centralpark und Cuatro Palmas eine Art “schwule Meile” - wenn man also dort Urlaub macht und Männer kennenlernen möchte, um sich mit ihnen eingehend zu unterhalten, dann ist dieser drei Kilometer Teil der Straße die zentrale Anlaufstelle. Ein weiterer heißer Tipp ist das potthässliche Einkaufszentrum, das nach Einbruch der Dunkelheit zur Curising-Area wird, vor allem deshalb, weil an der Rückseite des Einkaufszentrums ein kleines lauschiges Wäldchen ist, durch das man auf Schleichwegen zum Strand von Varadero kommt, einen Wildbadestrand, wo sehr oft sehr hübsche Männer aber auch sehr feminine Jungs in aufreizenden Posen darauf warten, angesprochen zu werden.

In Havanna angekommen wurden wir von der Gastfamilie, bei der wir immer absteigen, herzlich begrüßt und abgebusselt. Zum Haus: Es heißt Edificio Presidente, und soviel ich verstanden habe, wurde es in den Fünfzigern errichtet, um den Hotelangestellten des Hotel Presidente direkt daneben Wohnungen anzubieten. Und wie das in den Fünfzigern so war, fielen diese Wohnungen recht großzügig aus. Pro Stock (Elf Etagen) gibt es zwei Wohneinheiten, es gibt einen funktionierenden Aufzug für die Gäste und einen nicht funktionierenden Aufzug für das Zugehpersonal. Der funktionierende Aufzug ist ein echter Kubaner, dessen Metallwände aus Panama kommen, die Schienen aus Venezuela, der Motor aus einem russischen Schiff, die Kabel … das weiß keiner mehr. Aber er fährt …

Normalerweise, wenn Richard und ich allein nach Kuba fliegen, belegen wir jeder ein Zimmer - obwohl wir ein Paar sind. Wir gestehen uns Raum und Gelegenheit zu, falls sich Möglichkeiten ergeben … Darek und sein Freund Andre müssen aus Kostengründen ein Quartier belegen, Richard hat das Zweite und ich nahm ein Zimmer in einem Appartement drei Etagen tiefer bei einem pensionierten Universitätsprofessor, den ich wirklich ins Herz geschlossen habe. Die Appartements bestehen im Wesentlichen aus einem großen Wohn- und Essbereich, einer Küche, hinter der sich ein Aufenthaltsraum und ein Magazin befindet. Es gibt eine etwa fünfzehn Quatratmeter große, verglaste Terrasse und drei Gästezimmer, die über eigene Toiletten und Badezimmer verfügen. Duschen im zehnten Stock mit Blick aufs Meer hat was, echt.

Am Abend gingen wir trotz leichtem Regen zu Fuß die Avenida de los Presidentes hinauf zur Rampa, und die Rampa dann hinunter, am Habana Libre vorbei, weiter am Hotel Nacional vorbei. Auf der linken Seite geht man am Park des berühmten Eissalon Coppelia vorbei, überquert eine Straße, am YARA vorbei. Die schwule Meile der Rampa liegt eindeutig zwischen YARA und Cafe Bim Bom, das in Wirklichkeit Cafe Infanta heißt. Bim Bom wird es genannt, weil es dort tagsüber eine Eisspezialität desselben namens gibt. Das schwule Nachtleben dieses Viertels läuft also vom YARA die Rampa hinunter und dort links und rechts am Malecon aus; am ehesten noch nach rechts Richtung Habana Vieja (Altstadt) bis zur Humboldt.

Interessant war diesmal, dass wir keinen der Leute, die wir im Februar getroffen hatten, und die täglich am Malecon mit uns soffen, wieder getroffen hatten, außer Mely, die Secondhand-Transe, die zu bescheidenem Ruhm gelangte, als sie (noch als Junge) eine Sprechrolle in einer Schwulendoku (Kuba und die Nacht, Szene bei 00:30) bekam.

In Havanna hatten wir in den nächsten Tagen ein wenig Pech mit dem Wetter. Die Regenzeit funktionierte einfach so, wie sie soll - In der Früh sonnenklar und schön, gegen drei Uhr nachmittags kommen Wolken, ziehen von Süden nach Norden Richtung Florida und schütten etwa dreißig Minuten Regen aus. In Varadero, wenn man in einem Strandhotel wohnt, ist das egal, weil man einfach an die Hotelbar geht, drei Drinks kippt und rechtzeitig wieder rauskommt, wenn das Gewitter über den Golf von Mexiko torkelt. In Havanna ist das nicht so einfach, weil der Anfahrtsweg zur Playa del Este doch in etwa vierzig Minuten in Anspruch nimmt. Also zuerst mit dem Taxi vom Vedado zum Inglaterra beim Central Park von Havanna, und von dort mit dem Bus nach Mi Cayito.

Am Strand traf ich wieder auf Frank, dessen abenteuerliche Geschichte ich lebhaft in Erinnerung hatte: 2009 versuchte er mit einigen anderen Bootsleuten die Flucht von Kuba Richtung Miami. Sie wurden, bevor sie einen Fuß ans Ufer setzen konnten, von der US-Küstenwache aufgebracht, beamtshandelt und postwendend zurückgeschickt. Der Sportler Frank nahm dann drei Mal am großen Radrennen “Vuelta a Cuba” teilnahm, was ihm einige Vergünstigungen einbrachte. Jetzt lebt er in Cotorro, einem deprimierenden Arbeiterviertel im Südwesten Havannas. Ich lud ihn zum Abendessen nach Havanna ein, und als er sehr deutlich zu verstehen gab, dass er durchaus an mehr interessiert war, war der Abend nach dem Essen auch geritzt.

Am nächsten Abend lernten wir, nachdem wir vom Strand zurückwaren, im Parque Central Yunior und Yari kennen. Yunior wurde beinahe zum Grund einer sehr gluckenhaften Streiterei, weil er einfach zu gut aussah und das lebhafte Interesse von zwei meiner Freunde weckte. Ich war da etwas parteiisch und verschuf meinem Freund einen kleinen Startvorteil, indem ich Yunior auf spanisch anflirtete und ihn fragte, was er am Abend noch so vorhat. Er antwortete grinsend: “Muchas cosas!” Ich fragte ihn, ob eine der Sachen, die er vorhätte, meinen Freund betreffen könnten. Er nickte, und das war das - er kam pünktlich auf die Minute um 23:00 zum Malecon und wurde zum Zentrum von mehr oder weniger ernsthafter Flirterei.

Apropos Parque Central: Wenn man die nächtlichen Rauschorgien am Malecon nicht mag oder aus anderen Gründen lieber früher zu Bett geht, und dennoch nicht auf einschlägigen Kontakt verzichten will, ist der Parque Central die beste Adresse. Jedesmal, wenn wir vom Baden zurückfuhren und gegen 17:00 mit dem Bus am Parque ankamen, wimmelte es dort vor Männern allen Alters. Vom unschuldig dreinblickenden Schüler bis zum wild dreinschauenden Latinomacho. Falls es regnet verschiebt sich die ganze Flirterei, der Balztanz in Richtung Capitolio, unter die Arkaden des Kinos. Leicht erkennbar an der Imbissbude an der Ecke des Gebäudes. In den Arkaden ist immer was los.

Dareks Freund Andrej (Die beiden sind offiziell verheiratet), hat die Angewohnheit, fremde Leute zu fotografieren, und zwar auf sehr … aufdringliche Weise. Er vertritt die … sagen wir mal naive Vorstellung, er sei Tourist und dürfe alles. Ich versuchte ihm zu erklären, dass das so nicht ginge. Man müsse sich schon zumindest durch ein Nicken vergewissern, ob es in Ordnung geht. Jedenfalls wurde Andrej an einem der nächsten Tage von einem Kubaner, den er einfach so fotografierte, ziemlich zusammengeschissen.

Ich erzähle diese Anektote, weil sie verständlich macht, dass sich in Kuba ein Wechsel vollzieht. Auch unter den schwulen Jugendlichen und denen, die aus Gründen der Bequemlichkeit dazu bereit sind, für den Moment zu vergessen, dass sie eigentlich hetero sind … sie sagen nicht mehr zu allem ja, in der schwulen Szene etabliert sich so etwas wie eine revolutionäre Haltung den Touristen und der Staatsgewalt gegenüber, die auf neutral beobachtende Leute beinahe schizoid wirkt: Einerseits suchen sie beinahe grimmig die Nähe von schwulen Männern und Touristen, andererseits spielen sie nicht mehr zu allen Bedienungen mit.

Die Bandbreite der Jinetero-Revolutionäre reicht da vom Strandhübschling über den karibischen Emo bis über den Jungen von Nebenan, der übliche Straßenjunge zwinkert mit dem Hardrockfan um die Wette … und manche sehen sogar richtig gefährlich cool aus, bis man ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Dann werden sie richtig lieb ...

Es mag manchen monton vorkommen, wenn manche jeden Abend am Malecon verbringen, zumindest solange man Urlaub hat. Aber es ist nunmal so, dass es dazu keine brauchbare Alternative gibt: tagsüber der Strand Mi Cayito, abends der Central Park beim Capitolio und nachts am Malecon oder auf der Terrasse des Bim Bom. Ja, es gibt Lokale, Clubs und Diskotheken. In denen trifft man aber eher auf Touristen und auf "sehr" käufliche Jungs, denen der natürliche, kubanische Charme völlig fehlt. In den Clubs geht es auch ziemlich aufdringlich zu - und wir vertreten die Meinung, dass es wenig Sinn hat, tausende Meilen zu fliegen, um sich dann die Nächte in miserabel klimatisierten Diskotheken um die Ohren zu schlagen, wo man hysterisch wie auf Extasy eindeutigen Angeboten und Taschendieben ausweichen muss - nene, nichts für unsereins


An den bewölkten Tagen besuchten wir die Galeria. Das ist ein ehemaliges Lagerhaus am Hafen von Havanna, in dem jetzt hunderte Händler winzige Verkaufsstände betreiben und mehr oder weniger alles verkaufen, was für Touristen interessant sein könnte: T-Shirts, Käppchen, Strohhüte, alles rund um Zigarren, landestypische Schnitzkunst und Gemälde, Gemälde, Gemälde.

Wir besuchten wieder einmal das Ambos Mundos Hotel, um deren Mojitos zu trinken, stromerten durch die regennassen Straßen und aßen kubanische Hot dogs (Perro Caliente) und Hamburgesa ohne uns dabei bis übers Kreuz anzuscheißen. Das kam später, als wir wieder in Varadero waren.

Wir blieben eine Woche in Havanna und fuhren am Freitag um 08:00 morgens mit dem VIAZUL von Havanna nach Varadero. Die Fahrt dauert etwas über drei Stunden - ein Halt bei einer Raststätte inklusive. Die Fahrt kostet pro Fahrgast 10 CUC

In Varadero holte ich mir am zweiten Tag meine grausige Magenverstimmung an der Hotelbar, weil ich Pina Colada trank - was, wie sich herausstellte, eine dumme Idee war … Milchprodukte auf Kuba = nicht gut.

Das fesselte mich eine Nacht auf Porzellan und vermieste mir einen halben Tag. Wir hatten gute Antibiotika mit, und nach drei Einnahmen war mir mein magen nicht mehr böse.

Drum solltet Ihr nicht nur Nähzeug, Pflaster und Medikamente gegen Halsschmerzen und Verkühlungen auf die Liste setzen, sondern auch Breitbandantibiotika. Man sollte es nicht glauben, aber Durchfall (Vulgo Tropikaka) und Halsschmerzen bis hin zur Halsentzündung sind die häufigsten Krankheiten, die dem Touristen den Urlaub vermiesen. Vom täglichen Kater bei übermäßigen Alkoholgenuss red ich erst gar nicht.

Was ich bei den Touristen nicht verstehen kann ist, dass sie sich sogar in die All-Inklusive-Resorts ihre eigenen Thermosbecher mitnehmen. Ich meine, an die Strandbar zu gehen um sich einen neuen Cuba Libre zu holen, ist für viele doch die einzige Chance auf soziale Interaktion!

An einem Tag in der zweiten Woche holte mich die Vision aus meinem unveröffentlichten Kuba-Roman ein. Ich war mit dem Bus (kub. Linienbus) nach Matanzas Stadt unterwegs, um mir dort ein paar Orte genauer anzusehen, die in dem erwähnten Roman vorkommen. Ich schlenderte eine Weile herum, aber die Hitze war zu schwer und unnachgiebig, also machte ich mich auf den Heimweg zur Hotelanlage in Varadero. Bei der Busstation, die am Stadtrand von Matanzas liegt, hat man einen recht schönen Blick über das hügelige Hinterland und … auf ein Gewitter, wenn es heranzieht. Man schaut nach Süden, also Richtung Karibik, und wenn ein Wetter kommt, dann kommt es immer aus dem Süden. Und an diesem Tag kam ein Gewitter, mächtig und auf tönernen Füßen daher. Es rollte und bebte, dröhnte und leuchtete wie ein Gehirn voll wahnsinniger Ideen. Und kurz bevor der Bus kam, rollte ein gewaltiger, gläserner Donner über den Himmel und ein Falke schwang sich auf seinen mächtigen Flügeln in die Höhe, so, als ob er das Gewitter bekämpfen wollte.

Genau dieses Bild kommt in dem unveröffentlichten Roman vor. Zuerst als geträumte Vision, dann als Sinnbild für eine neue Revolution …

Die zweite Woche, die wir in Varadero verbrachten, war für uns eher schwerfällig als erholsam. Wir fühlten uns unter den russichen, polnischen und kanadischen Touristen nicht wohl; auch wenn wir vier selbst keine Kostverächter sind, so ist uns doch das Konsumverhalten der allermeisten Touristen wegen ihrer Stillosigkeit zuwider.

Die Rückreise begann erfreulich unkompliziert bei einem Wolkenbruch, der uns den Abschied erleichterte. Wir kauften noch Zigarren am Flughafen, verzichteten aber darauf, Rum zu kaufen, weil wir sowieso schon genug Flaschen im großen Gepäck hatten und weil uns die Grenzformalitäten zu unklar waren.

Die Ausreise war kein Problem, alles klappte schnell, nur ging unser Flug nach Düsseldorf um eine Stunde verspätet los. Das führte zu etwas Frust, weil wir wussten, dass wir den Anschlussflug nicht erreichen würden. Also trösteten wir uns mit einem kostengünstigen Upgrade auf Business Class und konnten dort tatsächlich gut schlafen.

In Düsseldorf angekommen, wollten uns die Leute von Airberlin beim Transfer Schalter zuerst auf einen Flug um 17:30 umbuchen, was sie auch ohne mit der Wimper zu zucken taten. Wir waren um 09:00 Vormittags angekommen und sollten bis 17:30 am Düsseldorfer Flughafen herumhängen? Als ich gegen die Buchung Einspruch erhob, wurde ich ziemlich rüde abgewimmelt: “Wenn Sie meinen, dass Sie sich selbst um die Buchung kümmern wollen, dann können Sie das ja gerne oben beim Airberlin-Ticketschalter machen.”

Machten wir, und was soll ich sagen? Wir bekamen einen Flug um 12:30. Somit fand auch das ein gutes Ende und schlussendlich kamen wir braun gebrannt und gut erholt um 15:00 zu Hause an.

Fazit: Der Urlaub mit Freunden war gut organisiert und erholsam. Die erste Woche in Havanna war die übliche hemingwayianische Rumflirterei, Sauferei, Tanzerei, die zweite Woche in Varadero war im Grunde genommen auch erholsam, aber für uns zu touristisch. Die Airberlin Maschinen sind ganz gut und das Flugpersonal ist nett und unaufdringlich freundlich. Der Upgrade kostete pro Nase 260 €, was ich für recht günstig halte.

Wir werden uns das nächste Mal vielleicht wirklich einmal woanders hin begeben, beispielsweise nach Las Tunas oder nach Santiago de Cuba. Weitere Kubaflüge sind dieses Jahr nicht geplant; vielleicht geht es das nächste Mal im Februar 2013 auf die Insel.

Kuba, das ist für mich nicht nur Saufen, Sex und Zigarren, Salsa und Musik, sondern auch Falke und Hurrikan, ein Aufbegehren, ein sich Auflehnen gegen den Sturm. Auch das macht die Seele des Kubaners aus: Sein Widerstand ist manchmal wie der eines Falken, der sich gegen den Sturm behauptet, manchmal aber auch sanft wie eine gehauchte Verweigerung.

Um mehr darüber herauszufinden, werde ich noch das eine oder andere Mal nach Kuba reisen müssen ...